RADWEG – Radwegkirchen

Neben den Gotteshäusern an den Etappenorten gibt es unterwegs zahlreiche, mit dem Logo des MEINRADWEGs gekennzeichnete Radwegkirchen, die zu einem besinnlichen Zwischenhalt einladen. Dort kann jeweils auch ein Pilgerstempel oder ein Aufkleber bezogen werden, der die Pilgerfahrt dokumentiert und im Pilgerausweis ein nettes Andenken für eine ganz besondere Fahrradtour bildet.

Der abgestempelte Pilgerpass ist Bedingung für vergünstigte Unterkunft und Verpflegung in den unter der Rubrik «Unterkünfte» vorgestellten Pilgerherbergen am Weg.

Folgende Kirchen und Kapellen sind als «Radwegkirchen» Teil des MEINRADWEGs:

Sülchenkirche bei Rottenburg am Neckar

Die Rottenburger Friedhofskirche steht an der Stelle der frühmittelalterlichen Taufkirche Meinrads, der Mutterkirche des Sülchgaus. Der heutige Bau ist im spätgotischen Stil erbaut und beherbergt im Untergeschoss die Grablege der Bischöfe der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der Pilgerstempel der Sülchenkirche befindet sich bereits im dort erhältlichen Pilgerausweis.

Dom St. Martin in Rottenburg am Neckar

1821 wurde das Bistum Rottenburg-Stuttgart als Nachfolgeinstitution des Bistums Konstanz für das Gebiet Württembergs gegründet. Damals erhob man die Stadtpfarrkirche St. Martin zur Kathedrale der neuen Diözese. Das Gotteshaus mit gotischen und barocken Elementen wurde mehrmals umgestaltet (letztmals 2001-2003). Pilgerstempel-Aufkleber liegen beim Eingang auf.

Klosterkirche St. Luzen in Hechingen

St. Luzen ist eine der bedeutendsten Renaissancekirchen in Süddeutschland. Die ehemalige Franziskanerkirche ist dem heiligen Luzius (im 5./6. Jahrhundert Glaubensbote in der Gegend von Chur) geweiht und mit Kreuzwegstationen und einem Heiligen Grab verbunden. St. Luzen ist heute Bildungshaus der Erzdiözese Freiburg im Breisgau. Der Pilgerstempel befindet sich beim Kircheneingang.

Burgkapelle St. Michael auf Burg Hohenzollern

Auf Burg Hohenzollern befinden sich Kapellen von drei christlichen Konfessionen: die evangelische Christuskapelle, die orthodoxe Auferstehungskapelle und die katholische St. Michaelskapelle. Letztere ist der älteste der drei Sakralräume und reicht ins 15. Jahrhundert zurück. Der Pilgerstempel ist gegenüber im Burg-Shop erhältlich.

Pfarrkirche Heilig Geist in Balingen

Die katholische Stadtpfarrkirche wurde 1898/99 errichtet, nachdem in der ursprünglich rein evangelischen Stadt die Zahl der Katholiken zunahm. Die Kirche wurde 1961 erweitert und erfuhr 1998/99 eine grundlegende Neugestaltung. Die Pilgerstempel-Aufkleber liegen beim Kircheneingang auf.

Evangelische Stadtkirche in Balingen

Diese spätgotische Hallenkirche liegt am Marktplatz und entstand von 1443 bis 1541. Der beeindruckende achteckige Kirchturm ist das sichtbare und durch seine Glocken auch weithin hörbare Wahrzeichen der Stadt. Der Pilgerstempel befindet sich vorne im rechten Seitenschiff.

Evangelische Kirche in Tieringen

Die Kirche „Unserer Lieben Frau“ ist von April bis Oktober täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Das einladende Gotteshaus wurde 1595 erbaut, doch im Langhaus wurden romanische und gotische Reste einbezogen. Die Pilgerstempel-Aufkleber liegen beim Kircheneingang auf.

Pfarrkirche Maria Königin in Nusplingen

Zwar besitzt Nusplingen mit der alten Friedhofskirche St. Peter und Paul ein Gotteshaus, dessen Geschichte bis ins Geburtsjahr des heiligen Meinrad zurückreicht, doch die Radwegkirche Maria Königin blickt gerademal auf rund 60 Jahre zurück. Die Pilgerstempel-Aufkleber sind beim Schriftenstand erhältlich.

Klosterkirche St. Martin in Beuron

Die Klosterkirche des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts und der heutigen Benediktiner-Erzabtei wurde 1732-1738 erbaut. Seitlich angebaut ist die Gnadenkapelle, die im Beuroner Stil ausgemalt ist. Dort befindet sich das Gnadenbild, eine spätgotische Pietà. Der Pilgerstempel ist im Klosterladen erhältlich.

Pfarrkirche St. Michael in Neuhausen ob Eck

Neuhausen ob Eck war längere Zeit ein wichtiger Standort der Deutschen Bundeswehr. Um auch den katholischen Soldaten eine geistliche Heimat zu bieten, wurde 1969 im damals evangelischen Dorf eine katholische Kirche gebaut. Die Pilgerstempel-Aufkleber liegen beim Kircheneingang auf.

Pfarrkirche St. Michael in Liptingen

Das Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Gotteshaus ist die dritte Michaels-Kirche am Radpilgerweg und besitzt einen prächtigen Hochaltar des bekannten Barockkünstler Josef Anton Feuchtmayer. Die Pilgerstempel-Aufkleber liegen beim Kircheneingang auf.

Pfarrkirche St. Mauritius in Eigeltingen

Die Kirche in Eigeltingen gehört zu den Urkirchen des Hegaus. Es wird vermutet, dass hier bereits im 7. Jahrhundert ein Holzbau bestand. Im Mittelalter gehörte das Gotteshaus zum Kloster Reichenau. Die jetzige Kirche wurde 1836-1838 erbaut. Die Pilgerstempel-Aufkleber liegen beim Kircheneingang auf.

Kapelle Hl. Kreuz in Steisslingen

Die im Jahr 1700 geweihte Wallfahrtskapelle zum Heiligen Kreuz am Weg nach Radolfzell besitzt als Charakteristikum ein mit der Kapelle verbundenes Wohnhaus. Die Wallfahrten hierher erlebten im Barock eine grosse Blütezeit. Die Pilgerstempel-Aufkleber befinden sich beim überdachten Kapelleneingang in einem Koffer.

Pfarrkirche St. Meinrad in Radolfzell

Mit dem Bau der Meinradskirche wurde 1957 begonnen und bereits zwei Jahre später konnte sie geweiht werden. Im fächerförmigen Kirchenbau können sich bis zu 700 Personen zum Gottesdienst versammeln. Die Pfarrei ist mit ihrem Patron sehr verbunden, der links vom Chorkreuz bewundert werden kann. Der Pilgerstempel befindet sich beim Kircheneingang.

Klosterkirche St. Konrad / Krypta Sel. Ulrika Nisch in Hegne

Im Untergeschoss der 1899 geweihten und mehrmals umgestalteten Klosterkirche befindet sich die Krypta mit der Grabstätte der 1987 seliggesprochenen Schwester Ulrika Nisch (1882–1913). Das Grab dieser einfachen Ordensfrau wird bis heute von vielen Menschen aufgesucht. Der Pilgerstempel kann bei der Klosterpforte geholt werden.

Münster St. Maria und St. Markus auf der Insel Reichenau

Das Münster ist die grösste der drei romanischen Kirchen auf der Insel und war bis 1757 die Abteikirche des Klosters Reichenau. Teile der im Jahr 816 geweihten Klosterkirche sind noch heute in der Vierung und im Ostquerhaus erhalten. Damals war der heilige Meinrad Schüler auf der Reichenau. Das Gotteshaus gehört seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Pilgerstempel-Aufkleber liegen beim Kircheneingang auf.

Münster Unserer Lieben Frau in Konstanz

Bis zur Aufhebung des Bistums Konstanz 1821 diente das Konstanzer Münster 1200 Jahre lang als Kathedrale. Der aktuelle Bau stammt aus der Romanik und besitzt eine barocke, klassizistische und neugotische Ausstattung. Das gotische Westwerk wurde erst 1853 vollendet. Die Pilgerstempel-Aufkleber können bei der Kasse im hinteren Bereich des Münsters erbeten werden.

Evangelische Kirche in Weinfelden

Die heutige Kirche wurde 1902-1904 erbaut und im Jugendstil ausgestattet. Seitdem Weinfelden 1529 mehrheitlich den reformierten Glauben angenommen hatte, wurde ihre Vorgängerin von Reformierten und Katholiken gemeinsam genutzt, bis auch die katholische Pfarrei 1903 eine eigene, neue Kirche erhielt. Die Pilgerstempel-Aufkleber liegen beim Eingang auf.

Pfarrkirche St. Jakobus in Lommis

Das dem Pilgerpatron St. Jakobus dem Älteren geweihte Gotteshaus ist mit seinem markanten Turm weithin sichtbar. Die Kirche von Lommis gehört zu den ältesten des Kantons. Nach der Überlieferung wurde die Kirche von „den alten Edelleuten von Lommis mit Hilfe der Reichenau“ gebaut. Die jetzige Kirche besitzt eine neugotische Ausstattung. Die Pilgerstempel-Aufkleber liegen beim Eingang auf.

Klosterkirche Maria Himmelfahrt / St. Idda-Kapelle in Fischingen

Das Benediktinerkloster Fischingen wurde 1138 vom Konstanzer Bischof Ulrich II. gegründet. Besonders sehenswert sind die Klosterkirche (erbaut Ende 17. Jahrhundert und klassizistisch ausgestattet) und die St. Idda-Kapelle (erbaut 1705) mit der Grabstätte der hochverehrten heiligen Idda von Toggenburg. Den Pilgerstempel gibt es an der Rezeption des Seminarhotels Kloster Fischingen.

Pfarrkirche St. Gallus in Fischenthal

Das Gotteshaus wurde 1970-1971 nach Plänen des Zürcher Architekten Karl Higi erbaut und verweist mit seinem Patron auf die seit dem 9. Jahrhundert bestehende Beziehung der Region zum Kloster St. Gallen. Der durch die schlichte Ausstattung und die roten Backsteinwände geprägte Raum lädt zu einem besinnlichen Zwischenhalt ein. Die Pilgerstempel-Aufkleber gibt es beim Eingang der Kirche.

Kapelle St. Meinrad in Oberbollingen

Die Kapelle liegt auf einer kleinen, in den oberen Zürichsee hineinragenden Landzunge. Die gotische Kapelle aus dem 13. Jahrhundert ist dem heiligen Meinrad geweiht, weil man hier (wohl fälschlicherweise) jenes Klösterchen vermutete, in welchem Meinrad vier Jahre als Lehrer wirkte. Pilgerstempel-Aufkleber sind im nahen Gasthaus erhältlich, wo auch der Schlüssel für die normalerweise geschlossene Kapelle geholt werden kann.

Klosterkirche St. Maria in Wurmsbach

Die Zisterzienserinnenabtei Mariazell in Wurmsbach ist seiner Gründung im Jahr 1259 ohne Unterbrechung bewohnt. Die modern ausgestattete Klosterkirche zeugt von der steten Anpassung an sich verändernde Bedürfnisse. Die letzte Umgestaltung geschah im Jahre 2003. Die Nonnen führen eine Mädchenschule mit Internat und das Gästehaus «Lichthof». Dort erhalten Meinradpilger nicht nur den Pilgerstempel, sondern finden bei Bedarf auch Ruhe und Erholung.

Pfarrkirche St. Meinrad in Pfäffikon

Seit dem 10. Jahrhundert ist Pfäffikon SZ eng mit dem Kloster Einsiedeln verbunden. So war es naheliegend, dass die 1964-1965 erbaute Kirche den heiligen Meinrad als Patron erhielt. In der Werktagskapelle steht eine moderne Plastik des Kirchenpatrons. Den Pilgerstempel gibt es im neben der Kirche befindlichen Pfarreisekretariat oder – zum Aufkleben – beim Schriftenstand der Kirche.

Kapelle St. Meinrad auf dem Etzelpass

Gasthaus und Kapelle auf dem Etzelpass erinnern an die erste Zelle Meinrads, wo dieser sieben Jahre lebte, ehe er weiter in den «Finstern Wald» zog. Die Kapelle wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut und mit Bildern zum Leben des heiligen Meinrad ausgemalt. Beim Eingang der Kapelle liegt der Pilgerstempel.

Klosterkirche Maria Himmelfahrt in Einsiedeln

Der heilige Meinrad steht am Ursprung des Klosters und des Wallfahrtortes Einsiedeln. Die 1735 geweihte Kloster- und Wallfahrtskirche von Einsiedeln birgt die Gnadenkapelle mit dem Gnadenbild der Schwarzen Madonna von Einsiedeln. Die Gnadenkapelle steht an der Stelle der Zelle des heiligen Meinrad. Pilgerstempel gibt’s bei der Kirchenpforte (in der Klosterkirche vorne rechts) und bei der Hofpforte (Eingang zum Gästebereich).