Eine ganze Radlerschar auf den Spuren des heiligen Meinrad

18.09.2020

Vom 6.-11. September war eine Gruppe von 25 Personen aus der Region Heilbronn im Norden Baden-Württembergs auf dem MEINRADWEG unterwegs. Dass sich dieser auch für eine grössere Gruppe eignet und vor der eigenen Haustüre starten kann, zeigt der Reisebericht des Organisators, Norbert Hackmann, Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Heilbronn:

Am Sonntagmorgen startete die Gruppe am Heinrich-Fries-Haus in Heilbronn in guter Laune bei schönstem Wetter. In zwei Tagesetappen ging es neckaraufwärts mit einer ersten Übernachtung in Wernau bis nach Rottenburg, wo mit der Sülchenkirche der offizielle Meinradweg startet.

Durch wunderschöne Landschaften Baden-Württembergs, vorbei an der Hohenzollernburg, führte der Weg über die Benediktinerabtei Kloster Beuron, ein Stück der Donau entlang bis Fridingen und dann bergauf und bergab weiter bis an den Bodensee. Mit einer kleinen Fähre setzte die Gruppe von Allensbach in der Frühe über auf die Reichenau nach Mittelzell. Die Radlergruppe folgte den Spuren Meinrads über Konstanz in die Schweiz zum Kloster Fischingen und bis Wurmsbach am Zürichsee, einem Zisterzienserinnenkloster. Die letzte Etappe bis Einsiedeln forderte alle nochmals mit einer kräftigen Steigung mit bis zu 20% heraus, um auf den Etzelpass zur Meinradkapelle zu gelangen.

Mit schönsten Aussichten und strahlendem Himmel und einem kräftigen Vesper gab es hier die Belohnung für die Anstrengung. Nach ca. einer Stunde, weitgehend abwärts, erreichten alle Teilnehmer glücklich, erschöpft, erfüllt mit strahlenden Gesichtern das Ziel Einsiedeln und sind noch heute beeindruckt von der grossartigen Anlage. Eine Führung mit P. Philipp und die anschliessende Vesper mit dem gregorianischen Gesang der Mönche rundeten den Tag ab. Der Folgetag bot Gelegenheit zum Nach- und Ausklingen in Einsiedeln und Umgebung, bevor alle gesund, ohne Sturz, ohne irgendeine Panne mit dem Zug nach Heilbronn zurückfuhren. Die 420 Kilometer und 4100 Höhenmeter legte jeder zurück.

Die Fotos wurden freundlicherweise von Jürgen Schmitt zur Verfügung gestellt.